Kurz gesagt: Glow-in-the-dark-Kleidung leuchtet, weil im Druck ein nachleuchtendes Pigment steckt. Es speichert Licht und gibt es im Dunkeln langsam wieder ab. Moderne Nachleuchtpigmente basieren meist auf Strontiumaluminat und sind nicht radioaktiv. Je stärker du den Print vorher mit Licht auflädst, desto heller und länger leuchtet er.
Wie funktioniert Glow in the dark?
Das Prinzip heißt Phosphoreszenz, umgangssprachlich Nachleuchten. Das Pigment nimmt Energie aus Licht auf, besonders aus Tageslicht und UV-Licht, und gibt sie danach als sichtbares Leuchten wieder ab. Das passiert ohne Strom und ohne Batterie. Sobald das Pigment „leer" ist, hört das Leuchten auf, bis du es wieder ins Licht hältst.
Als Leuchtpigment wird heute häufig Strontiumaluminat verwendet, das mit den Seltenen Erden Europium und Dysprosium dotiert ist. Nach der Aktivierung kann es laut Wikipedia bis zu zehn Stunden leuchten (in völliger Dunkelheit; wenn es um dich herum hell wird, siehst du das Leuchten weniger). Auf Kleidung ist die sichtbare Leuchtdauer meist etwas kürzer, weil die Pigmentschicht dünn ist und das Leuchten mit der Zeit schwächer wird.
Ist Glow-in-the-dark-Kleidung giftig oder radioaktiv?
Die Frage kommt oft, weil früher Leuchtfarben mit Radium verwendet wurden, etwa auf alten Uhrenzifferblättern. Moderne nachleuchtende Pigmente wie Strontiumaluminat funktionieren anders: Sie leuchten nur, weil sie vorher Licht gespeichert haben, nicht durch radioaktiven Zerfall.
Wie bei jedem bedruckten Textil gilt: Wasch neue Teile vor dem ersten Tragen, wenn du empfindliche Haut hast, und achte auf die Pflegehinweise.
Welche Farben leuchten wie?
Die Farbe im Hellen ist nicht unbedingt die Farbe im Dunkeln. Ein Beispiel aus unserem Shop: Der Print auf dem Horse Hoodie (Limited Edition) sieht im Hellen pink aus und leuchtet im Dunkeln rot. Der Face It Til You Ace It Glow Hoodie hat im Hellen einen natürlichen Look und leuchtet im Dunkeln grün. Grün gilt allgemein als die hellste Leuchtfarbe, weil das menschliche Auge in diesem Bereich im Dunkeln am empfindlichsten ist.
So leuchtet dein Glow-Print am stärksten
- Aufladen: Halte den Print ein paar Minuten ins Tageslicht oder unter eine helle Lampe, bevor du ins Dunkle abtauchst. UV-Licht, zum Beispiel eine kleine UV-Taschenlampe, lädt besonders effektiv.
- Nachladen: Im Club reichen oft schon Stroboskop, Schwarzlicht oder das Licht an der Bar, damit der Print wieder auflädt.
- Richtig waschen: Auf links drehen, schonend waschen, keinen Weichspüler verwenden und nicht bügeln. So bleibt die Pigmentschicht lange intakt.
Glow-Print und Stickerei?
Glow-Effekte gibt es als Druck, bei dem das Pigment in der Druckfarbe steckt, bei KABUFF auch kombiniert mit Stickerei. Bei einigen unserer Glow-Teile verbinden wir beides: Ein leuchtender Print trifft auf gestickte Details, zum Beispiel auf dem Limited Edition Horse Hoodie. Übrigens, warum wir so oft auf Stickerei setzen, erklären wir in Stickerei, DTG, DTF oder Jacquard-Strick?.
Häufige Fragen
Wie lange leuchtet ein Glow-in-the-dark-Shirt?
Das hängt von Pigment, Menge und Aufladung ab. Direkt nach dem Aufladen ist das Leuchten am hellsten, danach nimmt es kontinuierlich ab. Im Club lädt es durch das Licht immer wieder nach, so hast du die ganze Nacht was davon.
Geht der Glow-Effekt beim Waschen kaputt?
Das Pigment selbst wird durch Waschen nicht „entladen". Häufiges, heißes Waschen und Trockner können aber die Druckschicht angreifen. Deshalb: auf links, schonend, ohne Trockner.
Brauche ich Schwarzlicht?
Nein. Glow in the dark leuchtet in völliger Dunkelheit nach. Schwarzlicht verstärkt den Effekt, weil es das Pigment direkt auflädt.
Alle leuchtenden Teile findest du in der Kollektion Glow.